Heinrich-Böll-Stiftung


100 Jahre Böll - Kein Kollektiv, keine Schublade. Der Mensch.

Autorentext

Zum Gedenken an Heinrich Böll, der am 21. Dezember 100 Jahre geworden wäre.

Böll hat ohne Zweifel nachhaltig unser Nachkriegsdeutschland geprägt. Er hat geschrieben und gewirkt – und sich in diesem noch immer an den Folgen des Krieges leidenden Deutschland im sprichwörtlichen Sinne abgearbeitet – er hat sich eingesetzt und engagiert.

By Marion Kraske

Neues aus dem Bereich Demokratie

Nicht Dämon, nicht Märtyrer, sondern Mensch

Autorentext

In den letzten Jahrzehnten konnten wir uns etliche Male davon überzeugen, dass ein- und dasselbe Gesicht gleichzeitig Fahndungsfoto und Ikonenbild am Altar sein kann. Wie entsteht dieses Trugbild? Der Doppelbildeffekt hängt von dem Blickwinkel und der Entfernung des Beobachters ab: Kommen wir dem Bild nahe genug und beobachten es von unten, sehen wir das eine, entfernen wir uns aber und beobachten es von oben, sehen wir etwas ganz anderes. Unser Mörder ist sodann ein Held, ein Beschützer, ein Märtyrer. Deren Mörder ist ein Bösewicht, Satrap, Dämon.

By Adisa Bašić

Die dritte Entität – eine Fiktion?

Bericht

Während Bosnien und Herzegowina schon durch zwei Entitäten dysfunktional ist, strebt der kroatische Vertreter im Staatspräsidium, Dragan Čović, eine dritte Entität an. Anlehnungen findet das Projekt an dem Para-Staat "Herceg-Bosna", der im Bosnienkrieg ethnische Säuberungen durchführen ließ.  Čović versucht in einem ersten Schritt, die Funktionsfähigkeit der Föderation in Bosnien und Herzegowina durch eine Wahlrechtsreform zu unterminieren.

English version

By Erich Rathfelder
Mehr zum Thema Demokratie

Neues aus dem Bereich Ökologie

Richtlinien zur Selbstverwaltung – Bürger/innenbeteiligung und Management des öffentlichen Raums im Kanton Sarajevo

Selbstverwaltung

Zu Raum sollten wir die gleiche Einstellung wie zur Umwelt haben – nämlich als eine Ressource von der alle künftigen Generationen abhängen, uns jedoch gleichwohl bewusst machen, dass es sehr schwer ist, ihn zu produzieren, er aber sehr leicht und unwiederbringlich verschwindet. Im Kern dieses Gedankens liegt die Idee der Gemeingüter – und ein sehr altes Konzept: Die natürlichen Reichtümer gehören uns allen und die Ressourcen der Community müssen aktiv beschützt und verwaltet werden, damit wir alle etwas davon haben. Wenn wir erst einmal den lokalen Raum als Gemeingut verstehen, wird politische und praktische Arbeit zu dieser Idee in der lokalen Gemeinde möglich.

By Alma Midžić

Energiearmut in Bosnien-Herzegowina

Energie

Bei den ständig steigenden Energiepreisen stehen viele Haushalte vor dem Problem, die Stromrechnung nicht mehr begleichen zu können, was dazu führt, dass Familien in unangemessenen Bedingungen und weniger Raum in den Wintermonaten leben müssen. Von Energiearmut wird gesprochen, wenn ein Haushalt mehr als 10% der Gesamteinkünfte für Wasser-, Strom- und Heizkosten ausgeben muss oder diese erst gar nicht zu zahlen in der Lage ist.  In Bosnien-Herzegowina ist Energiearmut ein großes Problem, obwohl es noch sehr an Daten und einer Methodologie zur Definierung der Armuts-Kriterien mangelt. Diese Publikation bietet eine Definition der Energiearmut, Informationen über den Energieverbrauch in BiH, Umfrageergebnisse einer Bürger/innen-Befragung über ihren Energieverbrauch und Empfehlungen der Zivilgesellschaft zur Minderung dieser Probleme.

Legal Instruments for the Environmental Protection

Diese Publikation ist entstanden im Rahmen des Projektes “Advocacy NGOs Networks for Sustainable Use of Energy and Natural Resources in the Western Balkans and Turkey – ETNAR”, bei dem die hbs eine der Partnerorganisationen war. Das vornehmliche Ziel dieser Publikation war, die NGO´s aus Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Serbien, Montenegro, der Türkei, Mazedonien, Albanien und dem Kosovo beim Umweltschutz und einem nachhaltigen Umgang mit Energie- und natürlichen Ressourcen  zu unterstützen. „Legal Instruments“ können ein mächtiges Instrument bei Advocacy-Aktivitäten der NGO´s sein, sofern sie wissen, wann und wie sie diese bei ihren Advocacy-Kampagnen nutzen können.

Mehr zum Thema Ökologie

Publikationen

Perspectives - Captured states in the Balkans

 

Die aktuelle Ausgabe des Perspectives-Magazins befasst sich mit dem Phänomen des state capture – Korruption und Nepotismus und ihre Auswirkungen auf den Rechtsstaat sowie das Leben der Bürgerinnen und Bürger in Bosnien-Herzegowina. Außerdem werden in dieser Ausgabe die Praxis der Vergabe von Arbeitsplätzen an geeignete und nicht kompetente, der Einfluss der Politik auf Bildung, Pressefreiheit,  dem Nationalismus als Instrument der politischen Eliten zur Machterhaltung und andere Fragen beleuchtet.

Das Magazin ist in englischer Sprache verfasst.

Energiearmut in Bosnien-Herzegowina

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Bei den ständig steigenden Energiepreisen stehen viele Haushalte vor dem Problem, die Stromrechnung nicht mehr begleichen zu können, was dazu führt, dass Familien in unangemessenen Bedingungen und weniger Raum in den Wintermonaten leben müssen. Von Energiearmut wird gesprochen, wenn ein Haushalt mehr als 10% der Gesamteinkünfte für Wasser-, Strom- und Heizkosten ausgeben muss oder diese erst gar nicht zu zahlen in der Lage ist.  In Bosnien-Herzegowina ist Energiearmut ein großes Problem, obwohl es noch sehr an Daten und einer Methodologie zur Definierung der Armuts-Kriterien mangelt. Diese Publikation bietet eine Definition der Energiearmut, Informationen über den Energieverbrauch in BiH, Umfrageergebnisse einer Bürger/innen-Befragung über ihren Energieverbrauch und Empfehlungen der Zivilgesellschaft zur Minderung dieser Probleme.

Substantial Change on the Horizon? A Monitoring Report on the EU’s New Bosnia and Herzegovina Initiative

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Der bisherige Umsetzungsprozess der Reformagenda hat bewiesen, dass die führenden internationalen Akteure in BiH durchaus in der Lage sind, das Land in Richtung eines nachhaltigen Reformkurses zu drängen. Das hat in erster Linie die Anwendung strikter Konditionalität durch den IMF demonstriert. Dass die EU-Initiative bisher nur so begrenzte Ergebnisse hervorgebracht hat, lag nicht etwa daran, dass eine Politik der Konditionalität in BiH nicht funktioniert oder funktionieren kann, wie es viel EU Offizielle regelmäßig behaupten, sondern am fehlenden politischen Willen der EU, Konditionalität konsequent und strikt anzuwenden.

Perspectives - 'International Community' and the Limits of External Intervention

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Wenn das Land tiefgreifende systemische Veränderungen im politischen, ökonomischen und ideologischen Sinne durchläuft, kann sich ihre Abhängigkeit von einer internationalen Umgebung deutlich intensivieren. Genau das ist in fast allen postkommunistischen Staaten passiert, vor 25 Jahren. Das Bedürfnis nach international etablierten Modellen in Systemen, die erst kürzlich die Entwicklung eines politischen Pluraslismus und Demokratie sowie Lösungen für einen funktionalen  eingeführt haben, und eine allgemeine Öffnung der Gesellschaft, die mit dem Freiheitsideal einhergeht, hat die Tür für äußere Einflüsse geöffnet.

Die Artikel in dieser Ausgabe des Magazins "Perspetcives" erzählen verschiedene Geschichten über die aktuellen Herausforderungen der internationalen Interventionen in ALbanien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Mazedonien und Serbien.

Shrinking spaces for the Western Balkans

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Die Broschüre "Shrinking Spaces in the Western Balkans" behandelt das globale Phänomen der Einschränkung des Handlungsspielraums für Akteur/innen der Zivilgesellschaft, das leider auch in unserer Region immer deutlicher spürbar wird. Hier können großartige Analysen von Journalist/innen, Aktivist/innen und akademischen Mitarbeiter/innen aus Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Mazedonien und Serbien nachgelesen werden.

Projekt

EU Projekt: COMING OUT!

Das Landesbüro der Heinrich Böll Stiftung und ihre Partnerorganisationen Sarajevo Open Center und CURE Foundation haben mit der Implementierung des von der Europäischen Union finanzierten Projektes “Coming out! Befürwortung und Schutz der Rechte von LGBT Personen” begonnen.

Berliner Anthologie: Woher ich nicht zurückkehren werdeAll rights reserved. Mehr

Ein Plädoyer für mehr Toleranz

How Skopje 2014 Ate The Urban Commons

Dossier: Für Demokratie

Wir zeigen und analysieren, wie es international um die Demokratie und die Möglichkeiten der Demokratieförderung bestellt ist. Zugleich geben wir einen Einblick in die internationale demokratiepolitische Arbeit der Heinrich-Böll-Stiftung. Konkrete Fallbeispiele und regionale Analysen geben Einblicke in unser Engagement.

Dossier: Es wird eng - Handlungsspielräume für Zivilgesellschaft

Foto: Niklas Hughes. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Partnerorganisationen

Foto: Günter Klarnen. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.
Europa für Bürgerinnen und Bürger 2016
Energy Transition
EU Monitoring