Heinrich-Böll-Stiftung

Gerechtigkeit für David als Spiegelbild Bosnien und Herzegowinas

Kommentar

Der Verlust eines Kindes ist etwas, wofür die meisten Bürger/innen BiH´s das größte Mitgefühl entwickeln, und genau diese Empathie ist es, was die ethnischen Grenzen in Bosnien und Herzegowina niedergerissen und die Proteste zu Massendemonstrationen gemacht hat. Dies hat zu großer Sorge unter den politischen Eliten geführt, die sich und ihre Regierungsweise, die auf ethnischer Teilung und dem Schüren der Angst vor den anderen beruht, gefährdet sehen. Abwesenheit der Politik und Unzufriedenheit mit dem System hat Serben, Kroaten und Bosniaken in Davor Dragičevićs Kampf für Gerechtigkeit vereint.

Von Srđan Puhalo

Neues aus dem Bereich Demokratie

Bosnien-Herzegowina vor den Wahlen: Hass und Hetze statt politische Visionen

Analyse

Am Wochenende wird in Bosnien-Herzegowina gewählt: Vor dem Urnengang heizen Nationalisten das Klima mit radikalen Tönen an. Offen werden Drohungen zur Abspaltung geäußert. Die RS will ein Großserbien, die Kroaten forcieren eine eigene Entität – die Kriegsziele aus den 90ern werden wiederbelebt. Hetzkampagnen prägen eine Atmosphäre, in der kritische oder alternative Kräfte bedroht oder gar umgebracht werden.

Von Marion Kraske

Perspectives - Politische Narrative seit dem Ende der Balkan-Kriege

Publikation

Was Recht und Ordnung ist, bestimmt eine kleine korrupte Klasse – mit diesem Ansatz wird seit Jahren die Ausbildung funktionaler demokratischer Systeme behindert, in denen jede/r die Möglichkeit hätte, seine oder ihre Rechte einzuklagen. Die Behinderung der Ausbildung rechtstaatlicher Strukturen macht es den nepotistischen Eliten einfach, ein Vakuum aufrecht zu erhalten, in denen einige wenige Clans das Sagen haben, die staatlichen Mittel unter sich und ihren Günstlingen verteilen, auf feudale Art und Weise Jobs vergeben. Publikation in PDF hier

 

Mehr zum Thema Demokratie

Neues aus dem Bereich Ökologie

Clean Mind, Clean Energy, Clean Air – Filling the Gaps

Analiza

Ziel des ´Policy Brief on Green Topics´, den die  Heinrich Böll Stiftung gemeinsam mit anderen führenden Organisationen der Zivilgesellschaft aus der Region verfasst hat, ist es, auf die Probleme der Energy Transition und den Umweltschutz in den Ländern des Westbalkan aufmerksam zu machen und den Einfluss der Zivilgesellschaft auf den Berlin+ -Prozess zu gewähleisten. Das Dokument hebt einige der dringendsten Probleme in den Ländern der Region hervor und bietet Lösungsvorschläge.(Beitrag in Englisch)

Kruščica – Ein Kampf für uns alle

Aktivismus

Dies ist die Geschichte über Frauen aus dem kleinen Ort Kruščica bei Vitez, deren Aktionen in kürzester Zeit große gesellschaftliche Veränderungen in ihrer Gemeinde ins Rollen gebracht haben. Sie stellten sich mutig auf eine Brücke und hinderten mit ihren Körpern eine Spezialeinheit der Polizei daran, den „sicheren“ Übergang einer Bautruppe zu ermöglichen.

Von Alma Midžić

Richtlinien zur Selbstverwaltung – Bürger/innenbeteiligung und Management des öffentlichen Raums im Kanton Sarajevo

Selbstverwaltung

Zu Raum sollten wir die gleiche Einstellung wie zur Umwelt haben – nämlich als eine Ressource von der alle künftigen Generationen abhängen, uns jedoch gleichwohl bewusst machen, dass es sehr schwer ist, ihn zu produzieren, er aber sehr leicht und unwiederbringlich verschwindet. Im Kern dieses Gedankens liegt die Idee der Gemeingüter – und ein sehr altes Konzept: Die natürlichen Reichtümer gehören uns allen und die Ressourcen der Community müssen aktiv beschützt und verwaltet werden, damit wir alle etwas davon haben. Wenn wir erst einmal den lokalen Raum als Gemeingut verstehen, wird politische und praktische Arbeit zu dieser Idee in der lokalen Gemeinde möglich.

Von Alma Midžić
Mehr zum Thema Ökologie

Publikationen

Perspectives - Politische Narrative seit dem Ende der Balkan-Kriege

Publikation

Statt Modernisierung voranzutreiben, statt Wohlstand für alle als politisches Konzept umzusetzen, werden die Bürger/innen in einer dauerhaften Kampfzone gehalten, aus der Hunderttausende fliehen – auch ohne Krieg – um ihr Glück anderswo zu machen, jenseits der heimischen Radikalisierungen. Was anormal ist, was Leben auslöscht, was Leben bedroht oder verletzt, gilt als normal, ja gar als heldenhaft - Hauptsache es ist der eigenen Gruppe, dem eigenen Interesse dienlich. Demgegenüber werden Menschen oder Lebensweisen, die nicht diesen Stereotypen entsprechen, zu „Kranken“ erklärt. Die Folge ist eine rigorose Abwertung von Individuen und ihren Rechten.

Energiearmut in Bosnien-Herzegowina

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Bei den ständig steigenden Energiepreisen stehen viele Haushalte vor dem Problem, die Stromrechnung nicht mehr begleichen zu können, was dazu führt, dass Familien in unangemessenen Bedingungen und weniger Raum in den Wintermonaten leben müssen. Von Energiearmut wird gesprochen, wenn ein Haushalt mehr als 10% der Gesamteinkünfte für Wasser-, Strom- und Heizkosten ausgeben muss oder diese erst gar nicht zu zahlen in der Lage ist.  In Bosnien-Herzegowina ist Energiearmut ein großes Problem, obwohl es noch sehr an Daten und einer Methodologie zur Definierung der Armuts-Kriterien mangelt. Diese Publikation bietet eine Definition der Energiearmut, Informationen über den Energieverbrauch in BiH, Umfrageergebnisse einer Bürger/innen-Befragung über ihren Energieverbrauch und Empfehlungen der Zivilgesellschaft zur Minderung dieser Probleme.

Für Demokratie

Die Vorkämpferinnen und Vorkämpfer politischer Freiheit müssen derzeit weltweit mit Gegenwind umgehen. Diese Publikation gibt Einblicke in die Arbeit der weltweiten Demokratieförderung und macht mit Fallbeispielen, Analysen und Essays das Engagement der Heinrich-Böll-Stiftung anschaulich.

Was soll ich an die Wand schreiben?

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 „Städte können nicht mehr beschrieben werden“ schreibt Richard Ingersoll. Wie können sie dennoch definiert werden?

Mit dieser Frage beschäftigt sich diese Publikation von Crvena.

Schlussfolgerungen der Abschlusskonferenz „Energieeffizienz und erneuerbare Energiequellen im Kanton Tuzla"

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Die Region Tuzla ist das bedeutendste Bergwerk – und Industrie-Bassin in Bosnien-Herzegowina. Fast die gesamte Wärme- und elektrische Energie im Kanton Tuzla wir durch Verbrennung fossiler Brennstoffe gewonnen, überwiegend Kohle. Für die Beheizung nutzt die Mehrzahl der Einwohner/innen  Kohle aus dem Tuzla Bassin, das einen hohen Gehalt an Schwefel hat, während die Unterzahl Heizöl, Strom und Holz verwendet. Ein Teil der Bevölkerung in der Stadt Tuzla und der Gemeinde Lukavac verwendet heißes Wasser aus dem Kraftwerk für die Beheizung ihrer Wohnungen, während andere ihre Energie aus individuellen Heizräumen oder Fernheizwerken  beziehen.  Wegen all diesem ist  der Kanton Tuzla eines der verschmutztesten Gebiete in BiH.

Projekt

EU Projekt: COMING OUT!

Das Landesbüro der Heinrich Böll Stiftung und ihre Partnerorganisationen Sarajevo Open Center und CURE Foundation haben mit der Implementierung des von der Europäischen Union finanzierten Projektes “Coming out! Befürwortung und Schutz der Rechte von LGBT Personen” begonnen.

Berliner Anthologie: Woher ich nicht zurückkehren werdeAll rights reserved. Mehr

Ein Plädoyer für mehr Toleranz

How Skopje 2014 Ate The Urban Commons

Dossier: Für Demokratie

Wir zeigen und analysieren, wie es international um die Demokratie und die Möglichkeiten der Demokratieförderung bestellt ist. Zugleich geben wir einen Einblick in die internationale demokratiepolitische Arbeit der Heinrich-Böll-Stiftung. Konkrete Fallbeispiele und regionale Analysen geben Einblicke in unser Engagement.

Dossier: Es wird eng - Handlungsspielräume für Zivilgesellschaft

Urheber/in: Niklas Hughes. CC-BY-NC-ND 2.0

Partnerorganisationen

Urheber/in: Günter Klarnen. CC-BY 2.0
Europa für Bürgerinnen und Bürger 2016
Energy Transition
EU Monitoring