Publications

Democracy

Green transition and social (in)justice

Perspectives - Grüne Wende und soziale (Un)Gerechtigkeit

Es besteht ein großer Unterschied zwischen dem bloßen Überleben der Menschheit und der Erhaltung der Lebensqualität. Deshalb geht die Rolle der Gerechtigkeit bei der grünen Wende weit über den Anspruch auf eine sichere und gesunde Umwelt hinaus. Die kommende Klimakrise findet in einer Welt statt, die von einer Vielzahl von Ungerechtigkeiten geprägt ist, die wiederum alle Menschenrechte betreffen. Diese Ungerechtigkeiten werden sich durch die Krise wahrscheinlich noch verschärfen, zum einen durch schlechtere Bedingungen und zum anderen durch die Schwächung der Politik für soziale Sicherheit und der Maßnahmen gegen wachsende Ungleichheiten.

Wir stehen also vor einem doppelten Problem: Wir müssen Strategien und Maßnahmen entwickeln für eine grüne Wende hin zu einer dekarbonisierten Produktion, Landwirtschaft und Verkehr, und zwar auf eine Weise, die nicht nur die bestehenden Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten nicht weiter vertieft, sondern Bedingungen für ein würdevolles Leben für alle schafft. Mit anderen Worten: Die grundlegende Veränderung der Beziehung des Menschen zur Natur sollte mit einem ebenso grundlegenden Wandel der sozialen Beziehungen einhergehen.

Srebrenica: 25 godina kasnije

Srebrenica: 25 Jahre später

“Srebrenica wird zu einem riesigen Schlachthaus. Tote und Verwundete werden non-stop ins Krankenhaus geschafft. Es ist unbeschreiblich. Alle drei Sekunden fällt ein tödliches Projektil auf diese Stadt. Gerade wurden 17 Tote, 57 leichter verletzte ins Krankenhaus gebracht. Kann jemand aus der Welt kommen und sich diese Tragödie, die gerade in Srebrenica und an ihren Einwohnern geschieht, anschauen? Das ist ein himmelschreiendes Verbrechen an der bosniakischen Bevölkerung in Srebrenica verübt wird. Die Bevölkerung in dieser Stadt verschwindet.
Ob Akashi oder Boutros-Ghali oder jemand anderes dahintersteckt – ich fürchte, dass das für Srebrenica keine Rolle mehr spielt.“
S r e b r e n i c a , 1 0 . J u l i 1 9 9 5 . g o d i n e , N i h a d Ć a t i ć

Perspectives magazin

Perspectives - Frauen im Westbalkan - Rechte und Kämpfe

publication

Die feministische Ausgabe des Perspectives Magazins, einer regionalen Publikation, die jährlich von der Heinrich Böll Stiftung veröffentlicht wird, soll einem internationalen Publikum die Perspektiven Südosteuropas präsentieren, globale und regionale Trends analysieren und Einblicke in Entwicklungen und politische Debatten geben. Das Thema der diesjährigen Ausgabe ist Gender und Feminismus auf dem westlichen Balkan, das durch vier thematische Einheiten (gegenwärtige Lage, Gender im Übergang: Revolution ist weiblich?, Interventionen und Widerstand) einen Überblick über den Kontext, die Wahrnehmung des Geschlechts und den Zustand der Frauenrechte gibt und das Thema Geschlecht und Geschlecht eröffnet durch soziale (Re-) Evolution und Konflikte, Initiativen und Praktiken, die zum Abbau des Patriarchats und sehr konkreter Praktiken des Widerstands in unseren Ländern beitragen. Durch die Themen geschlechtsspezifische Gewalt, politische Partizipation, wirtschaftliche Beziehungen, Ökologie, Aktivismus, Körperlichkeit und aus Sicht von Wissenschaftlerinnen, Aktivistinnen, Journalistinnen und Schriftstellerinnen konzentrieren wir uns auf eine Art Strategie für die Rechte der Frau auf dem Balkan: basiert sie auf der Prämisse, dass wir den Kampf nicht aufgeben. Diese Ausgabe von Balkan Perspectives wurde ausschließlich von Frauen verfasst und beschreibt die Rechte und Kämpfe für die Gleichstellung der Geschlechter, die seit Generationen auf dem westlichen Balkan bestehen.

Ecology

Energiearmut in Bosnien-Herzegowina

Bei den ständig steigenden Energiepreisen stehen viele Haushalte vor dem Problem, die Stromrechnung nicht mehr begleichen zu können, was dazu führt, dass Familien in unangemessenen Bedingungen und weniger Raum in den Wintermonaten leben müssen. Von Energiearmut wird gesprochen, wenn ein Haushalt mehr als 10% der Gesamteinkünfte für Wasser-, Strom- und Heizkosten ausgeben muss oder diese erst gar nicht zu zahlen in der Lage ist.  In Bosnien-Herzegowina ist Energiearmut ein großes Problem, obwohl es noch sehr an Daten und einer Methodologie zur Definierung der Armuts-Kriterien mangelt. Diese Publikation bietet eine Definition der Energiearmut, Informationen über den Energieverbrauch in BiH, Umfrageergebnisse einer Bürger/innen-Befragung über ihren Energieverbrauch und Empfehlungen der Zivilgesellschaft zur Minderung dieser Probleme.

Was soll ich an die Wand schreiben?

 „Städte können nicht mehr beschrieben werden“ schreibt Richard Ingersoll. Wie können sie dennoch definiert werden?

Mit dieser Frage beschäftigt sich diese Publikation von Crvena.

Schlussfolgerungen der Abschlusskonferenz „Energieeffizienz und erneuerbare Energiequellen im Kanton Tuzla"

Die Region Tuzla ist das bedeutendste Bergwerk – und Industrie-Bassin in Bosnien-Herzegowina. Fast die gesamte Wärme- und elektrische Energie im Kanton Tuzla wir durch Verbrennung fossiler Brennstoffe gewonnen, überwiegend Kohle. Für die Beheizung nutzt die Mehrzahl der Einwohner/innen  Kohle aus dem Tuzla Bassin, das einen hohen Gehalt an Schwefel hat, während die Unterzahl Heizöl, Strom und Holz verwendet. Ein Teil der Bevölkerung in der Stadt Tuzla und der Gemeinde Lukavac verwendet heißes Wasser aus dem Kraftwerk für die Beheizung ihrer Wohnungen, während andere ihre Energie aus individuellen Heizräumen oder Fernheizwerken  beziehen.  Wegen all diesem ist  der Kanton Tuzla eines der verschmutztesten Gebiete in BiH.

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