Heinrich-Böll-Stiftung


Perspectives - Captured states in the Balkans

Die aktuelle Ausgabe des Perspectives-Magazins befasst sich mit dem Phänomen des state capture – Korruption und Nepotismus und ihre Auswirkungen auf den Rechtsstaat sowie das Leben der Bürgerinnen und Bürger in Bosnien-Herzegowina. Außerdem werden in dieser Ausgabe die Praxis der Vergabe von Arbeitsplätzen an geeignete und nicht kompetente, der Einfluss der Politik auf Bildung, Pressefreiheit,  dem Nationalismus als Instrument der politischen Eliten zur Machterhaltung und andere Fragen beleuchtet.

Das Magazin ist in englischer Sprache verfasst.

Neues aus dem Bereich Demokratie

Bosniens zementierte Segregation: Divide et impera

Das Abkommen von Dayton beendete 1995 den Krieg in Bosnien und teilte das Land in zwei Entitäten: Die serbische Republika Srpska (RS) und die muslimisch-kroatische Föderation. Was einst den Frieden sichern sollte, zementiert bis heute die ethnische Trennung. Nationalistische Politiker/innen der drei Ethnien teilten den Staat unter sich auf.  Mit Panikmache und Hetze sorgen sie dafür, dass der Status quo erhalten bleibt. Um alte Ängste zu reaktivierten scheint jedes Mittel recht. Die Vergangenheit wird nach eigenem Gutdünken umgedeutet und zu tagespolitischen Zwecken instrumentalisiert. Wer die nationalistischen Narrative zu verlassen versucht, stößt auf Widerstand. Zweiundzwanzig Jahre nach Ende des Krieges ist dessen Aufarbeitung in der Bevölkerung deshalb kaum vorangekommen.  

Das Elend mit der Geschichtsbewältigung

Politik

In den Balkan-Staaten versuchen nationalistische Kräfte die eigene Geschichte umzudeuten und für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Das verhindert eine demokratische Zukunft.

By Erich Rathfelder
Mehr zum Thema Demokratie

Neues aus dem Bereich Ökologie

Energiearmut in Bosnien-Herzegowina

Energie

Bei den ständig steigenden Energiepreisen stehen viele Haushalte vor dem Problem, die Stromrechnung nicht mehr begleichen zu können, was dazu führt, dass Familien in unangemessenen Bedingungen und weniger Raum in den Wintermonaten leben müssen. Von Energiearmut wird gesprochen, wenn ein Haushalt mehr als 10% der Gesamteinkünfte für Wasser-, Strom- und Heizkosten ausgeben muss oder diese erst gar nicht zu zahlen in der Lage ist.  In Bosnien-Herzegowina ist Energiearmut ein großes Problem, obwohl es noch sehr an Daten und einer Methodologie zur Definierung der Armuts-Kriterien mangelt. Diese Publikation bietet eine Definition der Energiearmut, Informationen über den Energieverbrauch in BiH, Umfrageergebnisse einer Bürger/innen-Befragung über ihren Energieverbrauch und Empfehlungen der Zivilgesellschaft zur Minderung dieser Probleme.

Legal Instruments for the Environmental Protection

Diese Publikation ist entstanden im Rahmen des Projektes “Advocacy NGOs Networks for Sustainable Use of Energy and Natural Resources in the Western Balkans and Turkey – ETNAR”, bei dem die hbs eine der Partnerorganisationen war. Das vornehmliche Ziel dieser Publikation war, die NGO´s aus Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Serbien, Montenegro, der Türkei, Mazedonien, Albanien und dem Kosovo beim Umweltschutz und einem nachhaltigen Umgang mit Energie- und natürlichen Ressourcen  zu unterstützen. „Legal Instruments“ können ein mächtiges Instrument bei Advocacy-Aktivitäten der NGO´s sein, sofern sie wissen, wann und wie sie diese bei ihren Advocacy-Kampagnen nutzen können.

Die verschmutzte Luft Bosniens

Luftverschmutzung

Laut den wenigen öffentlich vorliegenden Informationen aus der Klinik für Lungen- und Atemwegerkrankungen in Tuzla, musste im Laufe des Winters ein Notdienst eingerichtet werden, um alle Patienten aufnehmen zu können. Eine Untersuchung der Klinik belegt, dass die Zahl der an Lungenkrebs erkrankten Menschen jedes Jahr zunimmt.   

By Džemila Agić
Mehr zum Thema Ökologie

Publikationen

Perspectives - Captured states in the Balkans

 

Die aktuelle Ausgabe des Perspectives-Magazins befasst sich mit dem Phänomen des state capture – Korruption und Nepotismus und ihre Auswirkungen auf den Rechtsstaat sowie das Leben der Bürgerinnen und Bürger in Bosnien-Herzegowina. Außerdem werden in dieser Ausgabe die Praxis der Vergabe von Arbeitsplätzen an geeignete und nicht kompetente, der Einfluss der Politik auf Bildung, Pressefreiheit,  dem Nationalismus als Instrument der politischen Eliten zur Machterhaltung und andere Fragen beleuchtet.

Das Magazin ist in englischer Sprache verfasst.

Energiearmut in Bosnien-Herzegowina

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Bei den ständig steigenden Energiepreisen stehen viele Haushalte vor dem Problem, die Stromrechnung nicht mehr begleichen zu können, was dazu führt, dass Familien in unangemessenen Bedingungen und weniger Raum in den Wintermonaten leben müssen. Von Energiearmut wird gesprochen, wenn ein Haushalt mehr als 10% der Gesamteinkünfte für Wasser-, Strom- und Heizkosten ausgeben muss oder diese erst gar nicht zu zahlen in der Lage ist.  In Bosnien-Herzegowina ist Energiearmut ein großes Problem, obwohl es noch sehr an Daten und einer Methodologie zur Definierung der Armuts-Kriterien mangelt. Diese Publikation bietet eine Definition der Energiearmut, Informationen über den Energieverbrauch in BiH, Umfrageergebnisse einer Bürger/innen-Befragung über ihren Energieverbrauch und Empfehlungen der Zivilgesellschaft zur Minderung dieser Probleme.

Substantial Change on the Horizon? A Monitoring Report on the EU’s New Bosnia and Herzegovina Initiative

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Der bisherige Umsetzungsprozess der Reformagenda hat bewiesen, dass die führenden internationalen Akteure in BiH durchaus in der Lage sind, das Land in Richtung eines nachhaltigen Reformkurses zu drängen. Das hat in erster Linie die Anwendung strikter Konditionalität durch den IMF demonstriert. Dass die EU-Initiative bisher nur so begrenzte Ergebnisse hervorgebracht hat, lag nicht etwa daran, dass eine Politik der Konditionalität in BiH nicht funktioniert oder funktionieren kann, wie es viel EU Offizielle regelmäßig behaupten, sondern am fehlenden politischen Willen der EU, Konditionalität konsequent und strikt anzuwenden.

Perspectives - 'International Community' and the Limits of External Intervention

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Wenn das Land tiefgreifende systemische Veränderungen im politischen, ökonomischen und ideologischen Sinne durchläuft, kann sich ihre Abhängigkeit von einer internationalen Umgebung deutlich intensivieren. Genau das ist in fast allen postkommunistischen Staaten passiert, vor 25 Jahren. Das Bedürfnis nach international etablierten Modellen in Systemen, die erst kürzlich die Entwicklung eines politischen Pluraslismus und Demokratie sowie Lösungen für einen funktionalen  eingeführt haben, und eine allgemeine Öffnung der Gesellschaft, die mit dem Freiheitsideal einhergeht, hat die Tür für äußere Einflüsse geöffnet.

Die Artikel in dieser Ausgabe des Magazins "Perspetcives" erzählen verschiedene Geschichten über die aktuellen Herausforderungen der internationalen Interventionen in ALbanien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Mazedonien und Serbien.

Shrinking spaces for the Western Balkans

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Die Broschüre "Shrinking Spaces in the Western Balkans" behandelt das globale Phänomen der Einschränkung des Handlungsspielraums für Akteur/innen der Zivilgesellschaft, das leider auch in unserer Region immer deutlicher spürbar wird. Hier können großartige Analysen von Journalist/innen, Aktivist/innen und akademischen Mitarbeiter/innen aus Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Mazedonien und Serbien nachgelesen werden.

Projekt

EU Projekt: COMING OUT!

Das Landesbüro der Heinrich Böll Stiftung und ihre Partnerorganisationen Sarajevo Open Center und CURE Foundation haben mit der Implementierung des von der Europäischen Union finanzierten Projektes “Coming out! Befürwortung und Schutz der Rechte von LGBT Personen” begonnen.

Berliner Anthologie: Woher ich nicht zurückkehren werdeAll rights reserved. Mehr

Ein Plädoyer für mehr Toleranz

How Skopje 2014 Ate The Urban Commons

Dossier: Für Demokratie

Wir zeigen und analysieren, wie es international um die Demokratie und die Möglichkeiten der Demokratieförderung bestellt ist. Zugleich geben wir einen Einblick in die internationale demokratiepolitische Arbeit der Heinrich-Böll-Stiftung. Konkrete Fallbeispiele und regionale Analysen geben Einblicke in unser Engagement.

Dossier: Es wird eng - Handlungsspielräume für Zivilgesellschaft

Foto: Niklas Hughes. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Partnerorganisationen

Foto: Günter Klarnen. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.
Europa für Bürgerinnen und Bürger 2016
Energy Transition
EU Monitoring