Themen

Demokratie

Die Heinrich Böll Stiftung ist seit 1999 in Bosnien-Herzegowina aktiv. Als deutsche politische Stiftung, die in ihrer Orientierung dem Bündnis 90/Die Grünen nahe steht, treten wir für Grundwerte wie Demokratie, Frieden und Gewaltfreiheit ein.

Da wir ethnische und kulturelle Diversität als festen Bestandteil einer demokratischen Kultur verstehen, ist uns die Integration Bosnien-Herzegowinas in die Europäische Union ein großes Anliegen, und in diesem Sinne setzen wir uns für die Stärkung des Rechtsstaates und die demokratische Teilnahme der Bürgerinnen und Bürger in der gesellschaftspolitischen Gemeinde ein.

Die Stärkung der Zivilgesellschaft, die gleichberechtigte Teilnahme der Frauen im gesellschaftlichen und politischen Leben, die Auseinandersetzung mit der jüngsten Vergangenheit und die Unterstützung des demokratischen politischen Dialoges sind einige unserer wichtigsten Programmziele.

Mehr »

Bosnien nach den Wahlen: Bürger an die Macht!

Bosnien und Herzegowina ist fest im Griff von korrupten nationalistischen Kräften, die den Reformprozess des Landes zielgerichtet blockieren, um ihre Macht zu verteidigen. Dennoch haben die letzten Wahlen gezeigt: Es gibt viele Bosnier, die ihre Rechte als Bürger gestärkt sehen wollen.

Von Marion Kraske

Gerechtigkeit für David als Spiegelbild Bosnien und Herzegowinas

Kommentar

Der Verlust eines Kindes ist etwas, wofür die meisten Bürger/innen BiH´s das größte Mitgefühl entwickeln, und genau diese Empathie ist es, was die ethnischen Grenzen in Bosnien und Herzegowina niedergerissen und die Proteste zu Massendemonstrationen gemacht hat. Dies hat zu großer Sorge unter den politischen Eliten geführt, die sich und ihre Regierungsweise, die auf ethnischer Teilung und dem Schüren der Angst vor den anderen beruht, gefährdet sehen. Abwesenheit der Politik und Unzufriedenheit mit dem System hat Serben, Kroaten und Bosniaken in Davor Dragičevićs Kampf für Gerechtigkeit vereint.

Von Srđan Puhalo

Ökologie

Für uns sind Ökologie, nachhaltige Entwicklung, Demokratie und Menschenrechte untrennbar. Noch vor zwanzig Jahren waren Umweltschutz, Energie, nachhaltige Entwicklung und Klimawandel Themen, mit denen sich nur einige Wissenschaftler und Aktivisten oder grüne Bewegungen in reichen Ländern auseinander setzten. Heute sind sie zu wichtigen politischen und wirtschaftlichen Themen geworden und stellen mittlerweile leider das fast größte Problem in den nationalen und den Agenden der Welt dar.

Der Grund dafür ist sicherlich eine nicht ausreichende Beschäftigung mit dem Problem und seine Reduzierung auf eine rein fachliche und wissenschaftliche Ebene, fernab von Öffentlichkeit und Politik. Dabei sind Energie, Klimawandel und Umweltschutz nicht nur Fragen der Wissenschaft oder des persönlichen Verhältnisses zur Natur, sondern Fragen des Bewusstseins und der Verantwortung, sowohl jedes Einzelnen als auch der Gemeinschaft. Aus diesen Gründen versuchen wir, diese Problematik öffentlich zu thematisieren, die durch ein falsches Verhältnis zur Natur, den Folgen des Klimawandels und den Energiequellen entsteht.

Mehr »

Clean Mind, Clean Energy, Clean Air – Filling the Gaps

Analiza

Ziel des ´Policy Brief on Green Topics´, den die  Heinrich Böll Stiftung gemeinsam mit anderen führenden Organisationen der Zivilgesellschaft aus der Region verfasst hat, ist es, auf die Probleme der Energy Transition und den Umweltschutz in den Ländern des Westbalkan aufmerksam zu machen und den Einfluss der Zivilgesellschaft auf den Berlin+ -Prozess zu gewähleisten. Das Dokument hebt einige der dringendsten Probleme in den Ländern der Region hervor und bietet Lösungsvorschläge.(Beitrag in Englisch)

Kruščica – Ein Kampf für uns alle

Aktivismus

Dies ist die Geschichte über Frauen aus dem kleinen Ort Kruščica bei Vitez, deren Aktionen in kürzester Zeit große gesellschaftliche Veränderungen in ihrer Gemeinde ins Rollen gebracht haben. Sie stellten sich mutig auf eine Brücke und hinderten mit ihren Körpern eine Spezialeinheit der Polizei daran, den „sicheren“ Übergang einer Bautruppe zu ermöglichen.

Von Alma Midžić