Öffentliche Befürwortung und Lobbyarbeit in der Umweltpolitik

18.7.2011                  

Das Helsinki Komitee für Menschenrechte in BuH, in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Ökologie und Energie in Tuzla und der Heinrich Böll Stiftung hat am 15. Juli 2011 in Brčko einen Workshop zum Thema „Öffentliche Befürwortung und Lobbyarbeit in der Umweltpolitik“ organisiert. 

An dem Workshop nahmen Vertreter/innen von Nichtregierungsorganisationen (NGO) aus Bosnien-Herzegowina teil. Diese Organisationen wollen in Zukunft aktiver die Wahrung der Menschenrechte im Umweltbereich verfolgen und mit verschiedenen Aktivitäten die Politik und die Praxis der lokalen Regierungen beeinflussen, um so die Umweltrechte der Bürger/innen zu verbessern.

Nach dem Workshop fand ein Rundtischgespräch zum Thema „Intersektorale Zusammenarbeit“ statt. Neben den Workshop-Teilnehmer/innen nahmen am Rundtisch auch Vertreter/innen der lokalen Regierung aus Brod, Livno, Lukavac und Maglaj, sowie Medienvertreter/innen teil. Ziel dieses Zusammentreffens war, einen Dialog zwischen den NGOs und den Verantwortlichen aus dem für diesen Bereich zuständigen Regierungssektor zu entwickeln und zu verbessern. Da die Organisatoren im Vorfeld Gespräche mit einigen der größten Umweltverschmutzer in den besagten lokalen Gemeinden hatten, kam ein interaktiver Dialog an konkreten Exempeln zustande. 

Das Rundtischgespräch machte die ungeteilte Meinung deutlich, dass man nur durch Dialog und Zusammenarbeit des Regierungs- und Nichtregierungssektors, sowie einem engagierten Ansatz der Medien zu den gewünschten Ergebnissen im Bezug auf die Umwelt und die Umweltrechte gelangen kann, ganz besonders im Bereich der Entscheidungen und der Durchführung der Politik. Eine erfolgreiche und kontinuierliche intersektorale Zusammenarbeit würde in diesem Prozess Raum für eine aktive Teilnahme aller Bürger/innen bieten, die keinesfalls am Rande dieser Prozesse stehen dürften, was heute in fast allen lokalen Gemeinden Bosnien-Herzegowinas der Fall ist.