Richtlinien zur Selbstverwaltung – Bürger/innenbeteiligung und Management des öffentlichen Raums im Kanton Sarajevo

Richtlinien zur Selbstverwaltung – Bürger/innenbeteiligung und Management des öffentlichen Raums im Kanton Sarajevo

Selbstverwaltung

Zu Raum sollten wir die gleiche Einstellung wie zur Umwelt haben – nämlich als eine Ressource von der alle künftigen Generationen abhängen, uns jedoch gleichwohl bewusst machen, dass es sehr schwer ist, ihn zu produzieren, er aber sehr leicht und unwiederbringlich verschwindet. Im Kern dieses Gedankens liegt die Idee der Gemeingüter – und ein sehr altes Konzept: Die natürlichen Reichtümer gehören uns allen und die Ressourcen der Community müssen aktiv beschützt und verwaltet werden, damit wir alle etwas davon haben. Wenn wir erst einmal den lokalen Raum als Gemeingut verstehen, wird politische und praktische Arbeit zu dieser Idee in der lokalen Gemeinde möglich.

Richtlinien zur Selbstverwaltung – Bürger/innenbeteiligung und Management des öffentlichen Raums im Kanton Sarajevo

Zu Raum sollten wir die gleiche Einstellung wie zur Umwelt haben – nämlich als eine Ressource von der alle künftigen Generationen abhängen, uns jedoch gleichwohl bewusst machen, dass es sehr schwer ist, ihn zu produzieren, er aber sehr leicht und unwiederbringlich verschwindet. Im Kern dieses Gedankens liegt die Idee der Gemeingüter – und ein sehr altes Konzept: Die natürlichen Reichtümer gehören uns allen und die Ressourcen der Community müssen aktiv beschützt und verwaltet werden, damit wir alle etwas davon haben. Wenn wir erst einmal den lokalen Raum als Gemeingut verstehen, wird politische und praktische Arbeit zu dieser Idee in der lokalen Gemeinde möglich.

Die räumliche Entwicklung im Kanton Sarajevo ist in letzter Zeit durch einen „wilden“ Bau gekennzeichnet: Bauen ohne Genehmigungen oder Flächennutzungsplänen sowie dem Bau von Objekten, die zwar im gesetzlichen Rahmen liegen, jedoch schnell geänderten Flächennutzungsplänen zugrunde liegen. Außerdem werden die Wünsche der lokalen Gemeinde nicht berücksichtigt. In der Publikation, die der Kunst- und Kulturverein CRVENA in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung veröffentlicht hat, geht es um Mechanismen zur Beteiligung der Bevölkerung an Entscheidungen, mit deren Hilfe man sich – zusammen mit anderen Aktivitäten – der gängigen Logik der Entscheidungsträger/innen widersetzen und ein Gleichgewicht der Kräfte in die Entwicklung des Raums einführen kann, das der lokalen Gemeinde ermöglicht, ihre Interessen zu formulieren, zu vertreten und zu schützen.