Zielgerichtetes Training für Fach- und Lehrpersonal in Mittelschulen

Zielgerichtetes Training für Fach- und Lehrpersonal in Mittelschulen

Am Donnerstag und Freitag (19. und 20. Juni 2014)  fand in Bihać ein Training unter dem Titel (R)education der Homophobie und Transphobie: Inklusion und Sensibilisierung für die Arbeit mit LGBT-Schüler/innen, das für Fach- und Lehrpersonal in Mittelschulen im Una-Sana-Kanton bestimmt war. Am Training nahmen 14 Pädagog/innen, Psycholog/innen, Lehrer/innen und ein Schulleiter aus Schulen aus Bosanska Krupa, Cazin, Velika Kladuša, Bužim, Bihać und Sanski Most teil.

Im zweiten Jahr in Folge implementiert die Heinrich Böll Stiftung mit ihren Partnerorganisationen  Sarajevo Open Center und der Stiftung CURE dieses von der Europäischen Union finanzierte Projekt Coming out! Befürwortung und Schutz der Rechte von LGBT Personen. Bei diesem Projekt wird besonderes Augenmerk auf die Sensibilisierung von Beamt/innen gerichtet, die in den Sektoren Innere Angelegenheiten, Justiz, Gesundheitswesen und Bildung arbeiten, aber auch von anderen Zielgruppen wie etwa Journalist/innen und Vertreter/innen aus Organisationen der Zivilgesellschaft.

Die Teilnehmer/innen hatten Gelegenheit, mehr über Stereotypen und Vorurteile gegenüber LGBT Schüler/innen, dem coming out Prozess, sowie über Besonderheiten im Alltag und die Probleme und Bedürfnisse der LGBT Schüler/innen zu erfahren. Die Pädagog/innen und Psycholog/innen zeigten beim Training großes Interesse an zusätzlichen Fortbildungen zu diesem Thema.  

An beiden Tagen waren Vertreter/innen des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Sport aus dem Una-Sana-Kanton anwesend.   Neben den Organisatorinnen begrüßte auch der Fachmitarbeiter des Ministeriums, Adnan Kreso, die Anwesenden und sagte unter Anderem, dass heutzutage leider solche Zustände herrschen, dass bestimmte Menschen aus unserem Umfeld, und so auch in unseren Schulen, die LGBT Schüler/innen in eine schwierige Lage bringen, und dass es daher notwendig sei, ihnen normale Lebensbedingungen zu schaffen, damit sie, wie all die anderen Schüler/innen unserer Schulen auch, ihr Leben leben können.   

Die Teilnehmer/innen haben an beiden Tagen des Trainings eine offene und professionelle Haltung zu tage gelegt, haben ihre bisherigen Erfahrungen in ihrer Arbeit untereinander geteilt und haben versucht, zusätzliches Wissen und Empfehlungen für ihre zukünftige Arbeit von den Trainerinnen zu bekommen.